20. Mär. 2017

1. Herren

Die Schlussviertelstunde bringt den Sieg

Am letzten Samstag reisten wir in die Nelkenstadt zum Tabellenzehnten HSG Blomberg-Lippe. Durch die engen Spiele der vergangenen Saisons waren wir vor einem Gegner gewarnt, welcher uns das Leben so schwer wie möglich machen würde. Ebenfalls lässt der Tabellenstand nicht auf das Potenzial des Gegner schließen. Wir wussten also, dass wir von Beginn an alles abrufen müssen, um die Punkte mit in die Kurstadt zu nehmen. Uns fehlten Abwehrspezialist Fynn Fanenbruck und Florian Krüger (beruflich in Köln), ansonsten gingen wir mit einem vollem Kader in die Partie und die meisten Spieler waren beschwerdefrei. Mit an Bord sein konnte auch Kreisläufer Julian Göke, der sich in der letzten Woche an der Hand verletzt hatte.

Halbzeit 1 begann auf beiden Seiten zerfahren. Unsere Defensive arbeitete nicht gut gegen die wurfgewaltigen Schützen des Blomberger Rückraums und so war es ein ums andere mal Marcel Panitz, welcher uns einfache Tore von 9 Metern einschenkte. Beide Defensivreihen standen unsicher und so stand es nach 10 gespielten Minuten 5:5 Unentschieden.  Und auch nach 21 Minuten sollte sich das Bild nicht ändern. Es stand 10:10 und immer konnte eine Mannschaft vorlegen, die andere aber sofort nachziehen. Oftmals wurden die Keeper beider Mannschaften von ihren Vorderleuten im Stich gelassen und konnten so die Würfe nicht parieren. Eine Minute vor Schluss hatten wir uns dann aber auf 11:13 abgesetzt und wollten im letzten Angriff der Blomberger nun keinen Treffer mehr zulassen, um mit einem kleinen Polster in die Kabine zu gehen. Leider gelang uns dies durch eine erneute Nachlässigkeit in der Defensive nicht und der Rückraumlinke der Blomberger kam beinahe frei zum Wurf und verkürzte auf 12:13. Die letzte Szene der ersten Hälfte war symptomatisch für unsere Deckungsarbeit. Wir standen nicht im Verbund und ließen daher viel zu viele einfache Tore zu.

In der Kabine appellierte Coach Freier an uns, diese Nachlässigkeiten abzustellen und endlich wieder als Einheit aufzutreten, um die einfachen Tore der Gastgeber zu verhindern und die Führung zu verteidigen.
All das, was wir uns in der Kabine vorgenommen hatten, wurde zu Beginn der zweiten Hälfte nicht umgesetzt. Blomberg kam zu einfachen Toren und auch Keeper Philipp Göke hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, sodass unmögliche Bälle den Weg ins Tor fanden.  Vorne ließen wir zu viele freie Bälle gegen einen nun starken Blomberger Keeper liegen und sahen uns nach 41 Minuten mit 18:16 im Hintertreffen. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Wir verloren Mitte der zweiten 30 Minuten komplett den Faden und liefen ab Minute 45 beim 20:16 einem 4-Tore Rückstand hinterher.  Die kommenden 15 Minuten standen nun ganz im Zeichen von 4 Protagonisten: Jannis Hoffmann im Tor hielt für uns nun Ball um Ball, machte ein überragendes Spiel und wurde nur noch 2 mal bezwungen. Die Defensive arbeitete brillant mit dem Torhüter zusammen und konnte einige Bälle abfangen, welche in Gegenstößen resultierten, die unsere wendige Nummer 8 Peter Galyas in Tore ummünzte. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Leistung unseres Rückraumlinken Carlos Hummerjohann, der insgesamt 9 Mal traf und in der Schlussviertelstunde wichtige Treffer markieren konnte.
Durch diese Leistung kamen wir Treffer um Treffer heran und konnten nach 50 Minuten auf 20:19 verkürzen. Die Chance zum Ausgleich wurde allerdings liegen gelassen und so kam Blomberg zum 21:19 in Minute 52. Mit dem 21:21 nach 54 Minuten war das Momentum der Partie auf unsere Seite umgeschlagen und wir wollten das Spiel nun unbedingt gewinnen. Genau das merkte man der Mannschaft auf der Platte nun auch deutlicher an als beim Rest der Partie. Immer wieder konnten wir Bälle abfangen und durch eine schnelle erste Phase Tore erzielen. Nach 56 Minuten waren wir beim 21:23 2 Treffer in Front und ließen uns den Sieg nun nicht mehr nehmen. Die Gegenwehr der Hausherren war gebrochen und uns gelang es, das Spiel nach Hause zu bringen. Beim 22:26 ertönte die Schlusssirene und wir gingen als glücklicher Sieger vom Parkett.
Trainer Howie Freier war mit dem Auftreten seiner jungen Truppe ab Minute 45 zufrieden, stellte aber auch fest, dass man in den kommenden Spielen einen Gang höher schalten müsse, um auch diese Partien erfolgreich zu gestalten.

HBS: P. Göke, Hoffmann (Tor); Hummerjohann (9), Galyas, Langhorst (je 4), Timm (4/1), J. Göke (2), Cardoso (2/1), Busse (1), König, Hesse, Sibma, Pieper.

Nächsten Samstag gastiert der TuS Müssen/Billinghausen in der Halle Aspe. Ein Spiel, welches uns wieder einmal alles abverlangen wird und welches wir nur mit eurer Hilfe gewinnen können. Anwurf ist zu gewohnter Zeit von 19:00 Uhr in Aspe.