12. Mär. 2018

1. Herren

Glanzloser Heimsieg gegen den Tabellenletzten

Am vergangenen Samstag gastierte die HSG Gütersloh bei uns in der heimischen Halle Aspe. Wie bereits im Vorfeld der Partie angekündigt, zählte für uns nichts anderes als ein Sieg, um uns weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Ohne Nico Timm und Paul Freier (beide Knie), aber mit Fynn Fanenbruck, der vorerst wieder sein letztes Spiel für uns machte, gingen wir ansonsten mit vollem Kader in die Begegnung. Florian Krüger (Grippe) und Philipp Göke (Muskelfaserriss in den Adduktoren) gingen angeschlagen in die Partie.

Die Geschichte vom Spiel ist schnell erzählt und kann sich guten Gewissens mit „erste Halbzeit flop, zweite Halbzeit top" charakterisieren lassen. Wir fanden gefühlt die komplette erste Halbzeit vorne wie hinten nicht statt, die Körpersprache und der Wille, die Heimpunkte zu behalten, war kaum erkennbar. Nach 8 Minuten erzielten die Gäste bereits das 1:4. Vorne ließen wir reihenweise freie Chancen gegen den starken Routinier im Gütersloher Gehäuse liegen, verdamelten die Bälle unnötig und es schien egal zu sein, wen Coach Freier in die Deckung stellte: keiner packte richtig zu. Nach 15 gespielten Minuten erhöhten die Gäste auf 4:8. Unerklärlicherweise fanden wir einfach keinen Zugriff aufs Spiel: vorne spielten wir Standhandball, hinten standen wir nicht im Verbund und Jannis Hoffmann sah ein ums andere Mal freie Bälle, egal von wo, auf sich zu fliegen und wurde einfach alleine gelassen. Es war nichts von dem zu sehen, was uns auszeichnet. Über 7:11 (23. Minute) und 9:13 (27. Minute) ging es mit einem mehr als verdienten 11:16 Rückstand in die Kabinen.

In der Kabine ergriff zunächst unser verletzter Kapitän Nico Timm das Wort, ehe auch Trainer Jens Freier an unsere Moral appellierte. Viel zu sagen gab es nicht, denn wir mussten uns von vorne bis hinten und in allen Bereichen steigern, wollten wir zuhause nicht komplett untergehen.

Bereits zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die Fans in der Halle Aspe eine andere, motiviertere Heimmannschaft. Die Deckung arbeitete 100% besser als noch in Durchgang eins und durch die defensiv geholte Motivation und Sicherheit lief es nun auch in der Offensive besser. Wir holten uns hinten nach und nach die Bälle und verkürzten bereits in der 37. Minute auf 15:16. Kurz zuvor sah der Rückraumlinke der Gäste eine fragwürdige rote Karte, die man objektiv betrachtet nicht unbedingt geben muss. Generell war die zweite Hälfte neben genialer Defensivarbeit unsererseits von vielen Zeitstrafen geprägt. Wir ließen defensiv dennoch so gut wie gar nichts mehr zu und das wenige, was den Weg aufs Tor fand, wurde von Philipp Göke entschärft (in der zweiten Hälfte hielten wir die Gäste bei 4 Toren). Nach 40 Minuten sah Julian Göke nach seiner dritten 2-Minuten Strafe die rote Karte, aber auch das sollte unserem Spiel keinen Knacks versetzen; alle arbeiteten stark gegen den Ball und vorne lief es nun einfach. Die Partie war beim 18:18 in der 42. Minute ausgeglichen, das Momentum war allerdings auf unserer Seite. Nachdem die HSG in der 45. Minute noch einmal den 19:19 Ausgleich schaffte, schienen sie allerdings in Folge dessen zusammenzubrechen. Es hagelte Zeitstrafen und teilweise spielten wir 3 gegen 5. Ein 7:0 Lauf von der 46. bis zur 57. Minute brachte uns letztendlich, auch nach der doch sehr schwachen ersten Hälfte, nicht ganz unverdient auf die Siegerstraße. Unser bester Torschütze Niklas Busse stellte mit seinem achten Tor 10 Sekunden vor Schluss den 28:20 Endstand her.

Coach Jens Freier blieb nach dem Spiel nicht viel zu sagen, ihn beschäftigte eher die grauenhafte erste Halbzeit seiner Mannschaft: „Uns hat einfach der Biss gefehlt, dabei habe ich meine Mannschaft vor diesem Gegner gewarnt, der nichts mehr zu verlieren hat."

HBS: Hoffmann, P. Göke (Tor); Busse (8), Hummerjohann (6), Sibma (4/3), Ostrop (3), König, Hollmann (je 2), Cardoso, Kürten, Krüger (je 1), Papajewski, Fanenbruck, J. Göke

HSG Gütersloh: Wehmöller (Tor); Diekmann (6/4), Wibbelt (5), Hark, Schönborn, Engling (je 2), Skoric, Küsener, Schicht (je 1)

Am kommenden Wochenende gastieren wir beim Tabellenvierten HCE Bad Oeynhausen. Durch das Unentschieden im Hinspiel gehen wir, wenn auch als klarer Außenseiter, mit einer gehörigen Portion Mut in die Begegnung. Dennoch brauchen wir eure Unterstützung, um etwas Zählbares mit in die Kurstadt zu nehmen!! Anwurf ist am Sonntagabend zur ungewohnten Zeit von 17:00 Uhr im Schulzentrum Nord Eidinghausen in Bad Oeynhausen.