05. Mär. 2018

1. Herren

Verdiente Derbyniederlage in Detmold

Nach der überragenden Vorstellung gegen die HSG EURo am letzten Spieltag, reisten wir am vergangenen Samstag zum bereits dritten Auswärtsspiel in Folge zur SG Handball Detmold zum Lippe-Derby. Nach dem guten Auftritt im Hinspiel und mit viel Rückenwind wollten wir auch in der Kreishauptstadt die 2 Punkte mit nach Hause nehmen und waren auch dementsprechend motiviert. Voranstellen möchten wir einen großen Dank für die letzten drei Monate im Team an Lars Görder, welcher nun wieder beruflich eingeschränkt ist und uns voraussichtlich diese Saison nicht mehr zur Verfügung steht! Ohne Nico Timm, Paul Freier (beide Knie) und Felix Hollmann (A Jugend), aber mit Tim Jo Kürten, der nach seiner Schulterverletzung nach langer Zeit wieder im Kader stand, gingen wir trotzdem mit vollem Kader in die Partie. Noah Cardoso ging nach zweiwöchiger Grippe allerdings noch angeschlagen in die Begegnung. Keeper Philipp Göke verletzte sich beim Aufwärmen an der Leiste und war demnach auch nicht bei 100%. Alles in allem waren wir aber gut eingestellt und heiß, das Derby für uns zu entscheiden.

Zu Beginn der Partie überrannten uns die Hausherren förmlich. Nach 8 Minuten und beim Stand von 6:3 sah sich Trainer Freier daher bereits gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Wir standen hinten zu offen und ließen die Gastgeber mehr und mehr zu einfachen Toren kommen. Nach der taktischen Besprechung fingen wir uns aber vor allem offensiv ein wenig und Philipp Göke konnte einige Bälle parieren, sodass unsere Nummer 36, Philipp Papajewski, nach 15 Minuten zum 8:8 Ausgleich traf. Dieser sollte allerdings der einzige Gleichstand in der Partie gewesen sein. Im direkten Gegenzug traf der gefährlichste Detmolder Rafael Jacobsmeier zum 9:8 (16. Minute). Bis zum 11:10 nach 21 Minuten blieb es bei dem engen Match: Detmold legte vor, wir zogen nach. Daraufhin verloren wir erneut den Faden, warfen die Bälle zu einfach weg (insgesamt knapp 20 technische Fehler am Ende der Partie sprechen eine deutliche Sprache) und luden die SGD zu schnellen Toren per Gegenstoß ein. Unser am Samstag bester Schütze Julian Göke (6 Tore)  stellte mit dem 15:12 kurz vor der Halbzeit nochmal den Anschluss her.

In der Halbzeit appellierte Coach Howie Freier an unseren Kampfgeist und daran, dass wir die einfachen Absprachefehler in der Defensive abstellen mussten, um die Rückraumschützen der Residenzler früher anzugehen und so die einfachen Gegentore aus der zweiten Reihe zu verhindern.

Alles, was wir uns gerade defensiv für die zweite Halbzeit vorgenommen haben, schien nicht aufzugehen. Wir verloren die Zweikämpfe fast dauerhaft und es gelang den Hausherren immer noch den Ball aufs Tor zu bringen oder abzuspielen, auch wenn wir bereits an ihnen dran waren. Detmold gelang es unsere Abwehr durch teils einfache Spielzüge, aber mit sehr viel Tempo, auseinanderzuziehen und es war erneut Jacobsmeier, der mit einem Doppelschlag in Minute 43 auf 21:16 stellte. Wir gingen nun in eine offensivere 3-3 Deckung und versuchten den Detmoldern so das Tempo zu nehmen. Wir arbeiteten dann besser, aber unsere Tüchtigkeit wurde nicht belohnt. Das lag auch daran, dass wir nun vermehrt offensiv am gut aufgelegten Hannes Reichinger im Tor der SG scheiterten. Das Spiel lief nun so vor sich hin: wir bemühten uns, kamen aber leider nie für einen doppelten Punktgewinn infrage. Über 23:19 (45. Minute) und 27:23 (55. Minute) stand es knapp eine Minute vor Schluss nur noch 28:26 für die Hausherren. Profit konnten wir aus unserem Ballbesitz aber nicht mehr schlagen und so stellte Marvin Wächter 15 Sekunden vor Schluss den 29:26 Endstand her.

Nach Ende der Begegnung blieb uns und auch Trainer Freier nichts anderes übrig als in diese verdiente Niederlage einzuwilligen und uns auf Ursachensuche zu begeben: „Die Mannschaft wollte mehr. Wir waren am Anfang nicht da, deshalb habe ich schon so früh eine Auszeit genommen. Die Körpersprache passte nicht. Heute fehlte die Frische im Kopf. Das merkte man auch daran, dass wir in Überzahl zu leichte Tore kassiert haben. Wir haben uns selbst nicht belohnt."

SGD: Spanke, Reichinger (Tor); Jacobsmeier (9), Wächter (8/3), Roessler (4), Wiederkehr (3), Römer, Philipp (je 2), Betge (1), Homuth, Kauzmann, Günther

HBS: Hoffmann, P. Göke (Tor); J. Göke (6), Krüger, Görder (je 4), Sibma (4/4), Hummerjohann (3), Papajewski (2), König, Busse, Ostrop (je 1), Kürten, Cardoso

Bedanken möchten wir uns einmal mehr bei den mitgereisten Fans, die uns auch am Samstag wieder so hervorragend unterstützt haben! Am kommenden Samstag empfangen wir das Tabellenschlusslicht aus Gütersloh. Diese zwei Heimpunkte sind beinahe ein Muss, um uns weiter von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Anwurf ist zur gewohnten Zeit von 18:30 Uhr in der heimischen Halle Aspe. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!