05. Nov. 2018

1. Herren

Bittere Niederlage in Gehlenbeck

Am letzten Samstag fuhren wir zum Tabellenzehnten, dem TuS Gehlenbeck ins Lübbecker Land. Durch die Tatsache, dass wir uns in der letzten Saison gegen diesen Gegner auswärts sehr schwer getan haben und uns bekannt war, dass in der Halle absolutes Harzverbot herrscht, waren wir dementsprechend vor einem unangenehmen Gegner gewarnt, den es allerdings mit vielen mitgereisten Fans im Rücken dennoch zu schlagen galt, wollte man den Zweitplatzierten weiter auf Distanz halten. Ohne Moritz Sibma (spielte auch dieses Wochenende in der zweiten, um weiter Spielpraxis zu sammeln) nahmen wir den Weg nach Gehlenbeck auf uns.

Wir waren motiviert die Punkte mit in die Badestadt zu nehmen, das Spiel begann allerdings sehr verkrampft und mit vielen Fehlern, vor allem in der Defensive, auf beiden Seiten. Nach 7 gespielten Minuten erzielte Marvin Anzer den 4:4 Ausgleich. Das Spiel blieb weiterhin eng und die Fehlerquote blieb bei beiden Teams auch ähnlich hoch wie zu Beginn der Begegnung. Nach 20 Minuten stand es ausgeglichen 10:10, ehe sich die Hausherren nach 2 Toren auf Reihe auf 12:10 absetzen konnten. Allerdings konnten wir durch Tore von Paul Freier und einem Treffer vom Strich durch Marvin Anzer auf 12:12 ausgleichen. Nachdem die Partie gerade am Ende der ersten Halbzeit ruppiger wurde und es auf beiden Seite je eine rote Karte gab, auch wenn unsere gegen Maverick Anzer mehr als fraglich war, fielen die weiteren Treffer der ersten Halbzeit alle, bis auf einen, durch Strafwürfe. Mit 15:14 ging es in die Kabinen. Erneut blieben wir in der Ansprache sehr ruhig und wussten, dass wir in der Defensive einfach besser verteidigen mussten, was zum Ende der ersten Hälfte nach der Umstellung auf eine defensivere 6-0 auch schon besser gelang. Trainer Freier appellierte an uns, vorne diszipliniert und bis zur eindeutigen Chance zu spielen, gerade weil die Würfe aus der Distanz ohne Pecke schwierig waren.

Nachdem wir hinten nun wirklich kompakter standen und vorne den Ball besser laufen ließen, konnten wir uns nach 40 Minuten das erste Mal auf 2 Tore absetzen. Beim 17:19 schien sich das Blatt zu unseren Gunsten zu wenden. Unsere 2-Tore Führung blieb auch bis zur 50. Minute bestehen: Paul Freier erzielte das 19:21 zu unseren Gunsten. Nachdem es erneut eine fragwürdige Zeitstrafe gegen uns gab, konnte der TuS beim 21:21 (54. Minute) ausgleichen. Nun brachen dramatische Schlussminuten an: wir legten zweimal in Person von Carlos Hummerjohann, der zwei astreine Bälle aus der Distanz in den Giebel nagelte, vor, Gehlenbeck konnte aber jedes Mal antworten. Noch 54 Sekunden waren zu spielen, als die Hausherren ihre Auszeit nahmen, um in den letzten Momenten der Partie als Sieger vom Platz zu gehen. Ungeachtet der Tatsache, dass sie vor der Auszeit den Ball bereits 45 Sekunden passiv hin und her spielten, dies aber von den Unparteiischen nicht geahndet wurde, hatten die Gastgeber auch nach der Auszeit noch genug Zeit den Ball zweimal durchzuspielen, ehe passives Spiel angezeigt wurde. Der TuS blieb weiterhin ruhig und Justin Penner konnte mit noch 20 Sekunden auf der Uhr den 24:23 Führungstreffer erzielen. Coach Freier nahm die Auszeit, wir brachten den siebten Feldspieler und versuchten mit einem besprochenen Ablauf zum Erfolg zu kommen. Wir schafften es allerdings nicht, den Ball ordentlich durchzuspielen und in eine gute Wurfmöglichkeit zu kommen. Die Sirene erklang, wir bekamen noch einen direkten Freiwurf, welcher aber nicht den Weg ins Tor fand. So mussten wir am Ende in eine verdiente Niederlage einwilligen, weil es uns in der entscheidenden Phase und in Führung liegend nicht gelang, das Spiel zu entscheiden. Auch Trainer Freier sah dies ähnlich und sprach auch das Harzverbot an: „Wir haben in unseren Trainingseinheiten das Spielen ohne Harz geübt. Aber beim Härtetest mussten wir feststellen, dass wir unsere Stärke, den schnellen Kombinationshandball, nicht wie gewohnt ausspielen konnten. Das war ein bedeutender und entscheidender Nachteil. Diese Niederlage schmerzt natürlich.‟ Den Grund für die Niederlage sah Freier „in den Undiszipliniertheiten und der fehlenden Cleverness bei den mehrfachen Zwei-Tore-Führungen, bei denen wir es verpassten, den Sack mit dem dritten Tor endgültig zu zumachen.‟

TuS Gehlenbeck: Esau (Tor); J. Penner (8), Fischer (6/6), D. Penner, Sontberg (je 3), Sundemeier (2), Hucke, Grotefeld (je 1), von der Ahe, Kühn, Schäfer, Hölscher, Grote

HBS: Hoffmann, P. Göke, Essen (Tor); M. Anzer (10/5), K. Anzer, Freier (je 3), Hummerjohann, Görder, Timm (je 2), Busse, J. Göke, Jacobsmeier, Ostrop, Krüger

Dennoch bleiben wir weiterhin auf dem ersten Platz in der Landesliga Staffel 1. Am kommenden Samstag steht wieder ein Heimspiel an: Wir empfangen das Tabellenschlusslicht, die HSG EURo. Anwurf ist zur gewohnten Zeit von 18:30 Uhr in der Halle Aspe. Wir brauchen eure Unterstützung, um die Punkte in der Salzestadt zu behalten. Kommt in die Halle!